Der Japankäfer (Popillia japonica) zählt zu den Quarantäneorganismen, von denen die grössten Schäden zu erwarten sind und deren Bekämpfung am dringendsten ist. Der Schädling frisst über 400 verschiedene Nutz- und Zierpflanzen. Der Japankäfer wurde 2014 erstmals in Norditaliengefunden und hat sich seitdem in einem grossen Gebiet der Regionen Lombardei und Piedmonte etabliert.
Der Japankäfer breitet sich seit 2020 auch in der Schweiz langsam aus. Südlich des Alpenhauptkamms (in Teilen der Kantone Tessin, Wallis und Graubünden) gibt es aktuell eine Befallszone und ihre Pufferzone, wo eine Eindämmungsstrategie gilt. Auch nördlich der Alpen wurden kleine isolierte Populationen gefunden, die konsequent bekämpft werden müssen, mit dem Ziel sie zu tilgen.
Die Anzahl der Japankäfer, und das Gebiet wo die Käfer vorkommen, haben in diesem Jahr weiter zugenommen. Das Risiko, dass Japankäfer mit dem Handel in noch unbefallene Gebieten verschleppt werden, hat damit auch zugenommen. Im Jahr 2026 wurden in der Schweiz mehrere Funde von lebendigen Japankäfern in Verpackungen mit Früchten gemeldet. Solche Käfer könnten, wenn sie unbemerkt geblieben wären, neue Populationen bilden und Schäden an Kulturen verursachen.
Wir bitten Sie, darauf zu achten, dass keine Japankäfer mit Gemüse- oder Früchtesendungen verschleppt werden. Käfer können sich in Verpackungen oder in Fahrzeugen befinden. Das Risiko gilt insbesondere für Sendungen aus Gebieten in Norditalien, wo der Japankäfer vorkommt, oder für Produkte, die im Tessin produziert, verpackt oder umgepackt werden.
Der Japankäfer sieht verschiedenen harmlosen einheimischen Käfern ähnlich. Hat ein Betrieb den Verdacht, oder stellt er das Auftreten von Popil/ia japonica fest, so muss er dies so schnell wie möglich der zuständigen kantonalen Behörde melden. Betriebe, die für das Ausstellen von Pflanzenpässenzugelssen sind, melden dies dem Eidgenössischen Pflanzenschutzdienst.
Weitere Informationen zum Japankäfer
Publiziert auf Wunsch des:
Bundesamt für Landwirtschaft BLW Eidgenössischer Pflanzenschutzdienst EPSD
Schwarzenburgstrasse 165, 3003 Bern
Tel. +41 58 462 25 50
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