Rund 2’800 Tonnen produzieren hiesige Gemüsebetriebe jährlich, ergänzt durch vergleichsweise geringe Importmengen von knapp 400 Tonnen.

Es gehört zu den ältesten Kulturpflanzen überhaupt und hat eine lange Reise hinter sich – vermutlich aus dem Nahen Osten oder China nach Europa, wo es sich seit dem 16. Jahrhundert in den Küchen etabliert hat.

Mehr als nur ein Farbtupfer
Radiesli werden auf knapp 160 Hektaren angebaut – rund 15 Prozent davon im Biolandbau.

Besonders wichtig sind Gewächshäuser, die eine ganzjährige Produktion ermöglichen und so macht die Gewächshausfläche beim hiesigen Radieschenanbau fast die Hälfte aus.

Radiesli bringen nicht nur Farbe auf den Teller, sondern auch wertvolle Inhaltsstoffe. Ihr charakteristischer Geschmack stammt von Senfölen, die für die typisch scharf-herbe Note verantwortlich sind.

Diese verleihen dem Gemüse nicht nur Aroma, sondern werden auch mit positiven gesundheitlichen Effekten in Verbindung gebracht.

Am häufigsten landen Radiesli roh auf dem Teller – etwa im Salat, als knackige Beilage oder auf dem Butterbrot. Sie sorgen für Frische und eine leichte Schärfe.

Weniger bekannt ist, dass auch die Blätter essbar sind. Sie können wie Spinat zubereitet oder fein geschnitten Suppen und Smoothies beigegeben werden.

Seit 2025 gelten Radieschenblätter in der EU sogar offiziell als Lebensmittel und auch in der Schweiz wird diese Regelung ab Juli 2026 übernommen.