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10.01.2019

Studie "Retail Outlook" von Credit Suisse

(lid.ch) - Gemäss den Ökonomen der Credit Suisse konnte der Schweizer Detailhandel seine Umsätze 2018 um schätzungsweise 0,4 Prozent erhöhen.

Die Credit Suisse hat heute die jährlich erscheinende Studie "Retail Outlook" präsentiert. Gemäss dieser hat sich der Umsatz im Detailhandel 2018 um schätzungsweise 0,4 Prozent erhöht. Im Food-Bereich zeigte sich die Umsatzentwicklung mit +1,5 % etwas dynamischer, womit der Lebensmitteldetailhandel nach 2017 den Non-Food-Bereich weiter abhängte.

Gemäss Credit Suisse wird der Wettbewerb für den hiesigen Detailhandel immer internationaler. 3 Arten von ausländischer Konkurrenz gebe es, wie es in einer Mitteilung heisst. Erstens sind dies ausländische Anbieter, welche Filialen in der Schweiz eröffnet haben. Diese Entwicklung war insbesondere vor 2010 stark ausgeprägt und wesentlich auf die Markteintritte der beiden Food-Discounter Aldi und Lidl zurückzuführen. Der von ihnen ausgelöste Strukturwandel war und ist im Lebensmitteldetailhandel deutlich zu spüren. Zweitens wurde der Wettbewerb im Detailhandel auch durch die wiederholten Frankenaufwertungen internationaler. Diese hatten nämlich zur Folge, dass Einkäufe im grenznahen Ausland preislich deutlich attraktiver wurden und damit häufiger getätigt wurden. Diese Entwicklung setzte zwischen 2010 und 2011 und dann erneut 2015 ein und hat sich in den letzten zwei Jahren auf hohem Niveau stabilisiert. Drittens sorgen aber aktuell nicht in erster Linie physische Markteintritte von ausländischen Konkurrenten oder Schweizer Einkaufstouristen für eine Intensivierung des Wettbewerbs, sondern der ausländische Onlinehandel. Mit dem Aufkommen des Onlinehandels verschwimmen die Landesgrenzen und erhöht sich die Reichweite der Anbieter.

Gemäss den Prognosen der Ökonomen dürfte 2019 die Konjunktur dem Detailhandel ähnlich starke Impulse liefern wie im vergangenen Jahr. Insgesamt dürfte sich das Wirtschaftswachstum zwar etwas abkühlen, was aber voraussichtlich der geringeren Aussenhandelsaktivität und weniger der Inlandnachfrage geschuldet sein wird. Sie gehen davon aus, dass die Kaufkraft dank stärker wachsender Löhne und einer leicht tieferen Inflation wieder etwas zulegen wird.

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