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Der Verband des Schweizerischen Früchte-, Gemüse- und Kartoffelhandels
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09.11.2018

Der agroPreis 2018 ist vergeben!

(emmental versicherung) - Im festlichen Rahmen wurden anlässlich der Preisverleihung im Kursaal Bern der begehrte agroPreis 2018 und drei weitere Preise vergeben. Die einzigartige Auszeichnung prämiert seit 26 Jahren innovative Projekte aus der Schweizer Landwirtschaft. Insgesamt wurden 50 Projekte aus verschiedenen Themenbereichen und Regionen der Schweiz für den Innovations-Wettbewerb eingereicht.
Gewinner des mit 20'000 Franken dotierten Hauptpreises der emmental versicherung ist das Projekt «Kürbiskerne: von der Saat auf den Teller» der Familie Brütsch, Schaffhausen (SH).

Die Schweizer Landwirtschaft bewegt sich. Innovation wird gelebt, Mehrwerte werden geschaffen und die Bevölkerung ist interessiert. Wenn 900 Personen nach Bern in den Kursaal pilgern, muss etwas Besonderes im Gange sein: Der 26. agroPreis! Die geladenen Gäste aus Landwirtschaft, Wirtschaft und Politik erlebten eine eindrückliche und stimmungsvolle agroPreis-Verleihung.
Die Jury hat im Vorfeld vier Projekte nominiert und mit je 5‘000 Franken ausgezeichnet. Mit originellen, humorvollen und informativen Präsentationen kämpften die Projektteams an der Preisverleihung um die Gunst der Jury und des Publikums. Dass sich Innovationen auszahlen, beweisen die diesjährigen Gewinner, die unter der Moderation von Ueli Schmezer die begehrten Preise entgegennehmen durften.

AGROPREIS 2018 DER EMMENTAL VERSICHERUNG (PREISSUMME: FR. 20'000.-)

Durch die Fachjury mit dem agroPreis 2018 ausgezeichnet wurde:
Kürbiskerne: von der Saat auf den Teller Familie Brütsch, Schaffhausen (SH) http://www.kuerbiskern.ch

Jakob Brütsch brachte zusammen mit Berufskollegen den Ölkürbis 1998 aus Österreich in die Schweiz. In der Folge musste der Schaffhauser einige Rückschläge hinnehmen. Doch er liess sich im schwierigen Marktumfeld ohne Grenzschutz nicht entmutigen. Er glaubte an das Projekt und investierte. In mehreren Schritten wurden eine neue Trocknungsanlage und eine neue Ölmühle errichtet. Die Familie Brütsch hat die ganze Wertschöpfungskette nun aus einer Hand. Sie organisiert den Anbau, die Ernte und den Absatz der Ackerfrucht. 40 der 50 ha Ölkürbisse werden von Bauern aus der Nordostschweiz angebaut. Die Familie Brütsch organsiert die Ernte. In einem mehrstufigen Verfahren werden die Kerne getrocknet und verkaufsfertig gemacht. Der grösste Teil der Ernte wird als Kürbiskerne abgesetzt. Rund 30 Prozent wird in der aus Schweizer Buchenholz gebauten Mühle zu Öl gepresst.
Die Produkte werden über Hofläden, Wiederverkäufer und den hofeigenen Webshop verkauft.

LESERPREIS DER MEDIENPARTNER «SCHWEIZER BAUER» UND «TERRE & NATURE» (PREISSUMME: FR. 3'000.-)

Der Leserpreis, welcher durch die Leser von «Schweizer Bauer» sowie «Terre & Nature» vergeben wurde, ging an:
Vertragslandwirtschaft mit Permakultur
La Clef des Champs, Ajoie (JU)
http://www.clef-des-champs.ch
Bereits vor 35 Jahren startete die Vertragslandwirtschaft im nördlichen Zipfel der Schweiz. Von Beginn an wurde nach biologischen Richtlinien produziert. Denn Nachhaltigkeit und Fairness sind für die Gründer der Genossenschaft die wichtigsten Kriterien. Die Strategie hatte Erfolg. Hatte die Kooperative beim Start 1983 17 Mitglieder, sind es heute knapp 220.Auf den 3,5 Hektaren, wovon 20 Aren unter Tunnel, werden rund 40 verschiedeneGemüse, Kartoffeln, Früchte und Blumen produziert. Mittlerweile beschäftigt die Kooperative zwei Gemüsegärtner sowie Praktikanten. Die Genossenschafter, die sich mit der Jahresgebühr ein Anrecht auf die Ernte erwerben, helfen auf dem Betrieb mit. Die Genossenschafter und die Produzenten haben beschlossen, bis 2026 den Betrieb auf Permakultur umzustellen. Die nachhaltige Landwirtschaft will die Lebensgrundlagen der Menschen dauerhaft sichern. Dank besserer Bodenqualität und mehr Vielfalt soll die Produktion erhöht werden. Die jurassische Genossenschaft bietet auch eine national und international anerkannte Ausbildung im Permakulturdesign an und kann damit als Modell bezeichnet werden.

SAALPREIS (PREISSUMME: FR. 2'000.-)

Den Saalpreis, welcher die anwesenden Gäste vergaben, überreichte Bernhard Heusler an:
Hanf: vom Feld zurück auf die Teller
Andreas Näscher, Mauren (LI)
http://www.alpenpionier.ch
Der Hanf geriet im letzten Jahrhundert in Verruf. AlpenPionier und 30 Biobauern aus der Ostschweiz und Liechtenstein wollen dies ändern. In der Pflanze steckt viel Potenzial. Die Samen, die sogenannten Hanfnüsse, bestehen aus 35 % Öl und 25 % Protein. Das Öl gilt dank einem hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren als eines der gesündesten. Weiter werden Hanfnüsse, Hanfpulver und auch Hanfpasta vermarktet. Die Produkte stehen mittlerweile bei rund 50 Wiederverkäufern im Regal. Das Geschäft hat Schwung aufgenommen. Wurden 2017 auf 10 ha Hanf angebaut, so stieg die Fläche 2018 auf 50 ha. Die schnell wachsende Pflanze ist weitgehend resistent gegen Schädlinge und Krankheiten und benötigt nur wenig Dünger.
Ausgesät wird zwischen Mitte Mai und Anfang Juli. Nach rund 100 Tagen wird mit dem Mähdrescher geerntet. Die Bauern erhalten einen garantierten Abnahmepreis und eine Flächenprämie von 500 Franken pro ha.

SPEZIALPREIS DES SCHWEIZERISCHEN LANDMASCHINENVERBANDES (SLV) (PREISSUMME: FR. 5'000.-)

Der Spezialpreis SLV überreichte Bendicht Hauswirth, Jurymitglied des SLV,
an:
Multifunktionaler Geräteträger Flunick
Andi Reichenbach, Hausen am Albis (ZH)
Andi Reichenbach ist gelernter Baumschulist und Landwirt und bewirtschaftet in Hausen am Albis seinen 14 ha Landwirtschaftsbetrieb. Sonderkulturen, insbesondere in Hanglagen, sind arbeits- und personalintensiv. Die anfallenden Arbeiten können mit Trägerfahrzeugen mit Radantrieb im Flachland schon weitgehend mechanisch erledigt werden. In Hanglagen gelten jedoch andere physikalische Gesetze und erfordern anspruchsvollere technische Lösungen. Andi Reichenbach nahm sich dieser Problematik an, lieferte die Ideen und entwickelte zusammen mit dem Mechatroniker Anton Zimmermann, (Zimtech AG) aus Büren NW und dem «Tüfteler» Matthias Linder, (Linder Agrarmaschinenbau GmbH) aus Heimisbach BE einen Multifunktionsträger. Der multifunktionale Geräteträger Flunick fährt autonom auf Gummiraupen mit integrierter Grasnarben schonender Wendevorrichtung. Er weist einen extrem tiefen Schwerpunkt auf und eignet sich für Arbeiten in Reihenkulturen auch in Hanglagen (Landwirtschaft, Weinbau, Gemüsebau, Baumschulen) bis zur Pflanzenhöhe von 230 cm. Die Spurbreite ist von 150-250 cm stufenlos einstellbar, ebenfalls der Reihenabstand ab 50 cm. Der Antrieb erfolgt durch Dieselmotoren, resp. Hydromotoren und autonomer Ölversorgung. Über Sensoren werden die Arbeitswerkzeuge (z.B. Hackaggregat) gesteuert.

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